In unserem Organismus befindet sich Kollagen vornehmlich im Bindegewebe. Hier macht es den Großteil der extrazellulären Matrix aus. Das im Gewebe vorherrschende Kollagen hat enormen Einfluss auf den kompletten Körper: Die Reißfestigkeit von Bändern und Sehnen, die Flexibilität von Knochen und Gelenken oder die Druckresistenz der Gelenkknorpel werden durch das Kollagen bestimmt. Kollagen ist ein Protein, genauer gesagt, das am häufigsten vorkommende Protein im menschlichen Körper. Außerhalb der Zellen bildet es zusammen mit anderen Komponenten ein Gerüst. Deswegen nennt man es auch Strukturprotein. Kollagen gegen Arthrose zu sich zu nehmen kann z. B. wahrscheinlich eine positive Wirkung erzielen.

In diesem Artikel erfährst du mehr über:

  1. Kollagen gegen Arthrose, Arthritis & andere Gelenkbeschwerden
  2. Kollagen für die Knochen
  3. Kollagen für Bänder und Sehnen

1. Kollagen gegen Arthrose, Arthritis & andere Gelenkbeschwerden

Zuerst einmal klären wir: Was sind Gelenke eigentlich? Gelenke befinden sich jeweils zwischen zwei Knochen und sind hier die bewegliche Verbindung. Der schützende Knorpel liegt dazwischen, um ein Aneinanderreiben der Knochen zu verhindern. Der Knorpel wirkt quasi als Stoßdämpfer, der Druck und Belastung abfängt. Für die Gleitfähigkeit des Knorpels ist die Gelenkflüssigkeit verantwortlich. Viele Menschen leiden leider – vor allem, aber nicht nur im Alter – unter verschiedenen Gelenkbeschwerden. Zu den bekanntesten gehören wohl Arthrose und Arthritis.

Arthrose

Bei Arthrose handelt es sich um eine verbreitete Alterserscheinung – und eine der weltweit häufigsten Gelenkerkrankungen: Steife Gelenke, kaputte Knie, lädierte Hüften und Schmerzen sind die Symptome, mit denen Betroffene zu kämpfen haben. Immerhin betrifft Arthrose mehr als drei Viertel aller Menschen über 55. Und die Ursache? Eine Gelenksabnutzung und der Verlust von Korpelgewebe sind für die Beschwerden verantwortlich. Denn wenn der Knorpel sehr abgenutzt ist, dann reiben die Knochen direkt aneinander, was Schmerzen und Entzündungen hervorruft. Gleichzeitig ist die Beweglichkeit des Gelenks häufig stark eingeschränkt. 

 

Arthritis

Arthritis ist der Oberbegriff für eine entzündungsbedingte Gelenkerkrankung. Ihre bekannteste und häufigste Form ist die Rheumatoide Arthritis – kurz Rheuma genannt. Hierbei verursacht eine Autoimmunreaktion des Körpers die gelenkzerstörende Entzündung. Zu den Symptomen einer Arthritis zählen typische Beschwerden einer Entzündung: Das Gelenk schmerzt, ist bewegungseingeschränkt und fühlt sich warm und geschwollen an.

 

Kollagen gegen Gelenkbeschwerden

Kollagen ist immer stärker in den Vordergrund bei der Behandlung von Arthrose und Arthritis gerückt. Eine Vielzahl an Untersuchungen weisen nämlich darauf hin, dass Kollagen den Gelenkverschleiß womöglich verzögern, ja vielleicht sogar aufhalten kann. Kollagen gegen Arthrose und Arthritis – wie geht das?

Kollagen ist wie eingangs erwähnt das wichtigstehäufigste Protein in allen Bindegeweben im Körper – vor allem auch in den Gelenken. Hier kann man sich das Kollagen sozusagen wie ein Kissen vorstellen, damit die Knochen nicht hart aneinander reiben. Zudem ist das Protein ein Hauptbestandteil der Matrix in den Gelenkstrukturen, die auch die Gelenkknorpel beinhaltet. Kollagenpeptide sind deswegen vermutlich auch hilfreich bei Arthritis-Erkrankungen. Sie könnten helfen, das durch die Entzündungen zerstörte Gewebe zu reparieren.

Da Arthrose aber eine chronische Gelenkabnutzung ist, die nicht geheilt werden kann, sollten Betroffene ergänzend zur Kollagen-Aufnahme auf ihr Gewicht achten. Denn Übergewicht belastet die Gelenke besonders. Auch schonende, regelmäßige Bewegung wie Walking oder Schwimmen, kann die Beschwerden einer Arthrose sowie auch die Lebensqualität der Betroffenen verbessern.

 

Die Aminosäuren im Kollagen: Gelenke

Aminosäuren sind wichtige Bausteine unseres Körpers. Sie regulieren fast alle körpereigenen Stoffwechselvorgänge und sind für unser Wohlbefinden bedeutend. Auch Kollagen enthält Aminosäuren. Es besteht aus verschiedenen Bausteinen, darunter sind die Aminosäuren Glycin, Prolin und Lysin. Diese Aminosäuren sind besonders gut für die Gelenke. Warum? Darum:

Glycin im Kollagen – Gelenke

Glycin ist eine Hauptkomponente des Kollagens und hat von allen Aminosäuren die kleinste Größe. Sie macht ein Drittel des Kollagens aus. Glycin ist nicht essenziell, was bedeutet, dass der Körper es eigentlich selbster herstellen kann. Manchmal ist der Körper dazu aber nicht oder nur eingeschränkt in der Lage. Etwa wenn wir krank sind, mit Infektionen kämpfen oder auch eine Schwangerschaft kann die Glycin Reserven im Körper verkleinern. In diesen Fällen sollten wir die Aminosäure über die Nahrung aufnehmen. Dafür bietet sich Kollagen oder auch Kollagen-Hydrolysat an, welches dieselbe Aminosäure-Zusammensetzung wie Kollagen Typ II vorweist, das im Gelenkknorpel für Stabilität und Zugfestigkeit sorgt.

Und was tut Glycin für unsere Gelenke nun genau? Zuerst einmal wirkt die Aminosäure antientzündlich, denn sie wirkt als guter Immunmodulator. In dieser Funktion unterdrückt das Glycin Entzündungen, was hilfreich bei entzündlichen Gelenkproblemen sein kann. Denn unter Immunmodulatoren versteht man körpereigene oder körperfremde Substanzen, die die Reaktion des Immunsystems verändern. Auch Studien belegen: Glycin kann eine Gelenkentzündung reduzieren.

Prolin im Kollagen – Gelenke

Prolin ist eine weitere Aminosäure, die reichlich in Kollagen enthalten ist. Und: Für die körpereigene Kollagenbildung ist Prolin unter anderem gemeinsam mit Vitamin C unerlässlich. Denn Prolin kann nur durch Vitamin C, in Hydroxyprolin – den eigentlichen Knorpelbaustein –umgewandelt werden. Zudem enthalten die Gelenke und auch die Knochen Prolin. Seine Funktion besteht darin, den Körper bei der Regeneration von Gewebe in den Gelenken und den Arterien zu unterstützen.

Ein Prolinmangel wird vor allem mit Gelenkverschleiß assoziiert. Auch Prolin ist eine nicht essenzielle Aminosäure. Mit zunehmendem Alter nimmt die Eigenherstellung jedoch ab und der Bedarf im entzündeten Gelenk kann oftmals nicht gedeckt werden. Dann sollten wir Prolin dem Körper gezielt über die Nahrung zuführen. 

Lysin im Kollagen – Gelenke

Auch Lysin ist in Form des Hydroxylysins ein Bestandteil von Kollagen und fördert seine Neubildung. Die Aminosäure sorgt für die Vernetzung der Kollagenfasern und ist somit für Stabilität und Festigkeit verantwortlich. Außerdem fördert Lysin die Neubildung von Muskelgewebe und beeinflusst die Knochenstruktur, da es die Speicherung von Calcium in den Knochen indirekt unterstützt. Lysin fördert nämlich die Aufnahme von Calcium über den Darm. Und damit steht mehr Calcium zur Verfügung, das in die Knochen eingebaut werden kann.

Lysin gehört zu den essenziellen Aminosäuren und muss daher über die Nahrung aufgenommen werden. Ein Mangel an Lysin kann die die Entstehung verschiedener Erkrankungen und Syndrome begünstigen – dazu gehören unter anderem Erkrankungen der Knochen sowie Bewegungs- und Funktionseinschränkungen der Gelenke.

Noch mehr Details zur Zusammensetzung von Kollagen gibt’s übrigens im Artikel Was ist Kollagen (Collagen), woraus besteht es?

Studien zu Kollagen: Gelenke

Klinische Studien zeigen, dass die Symptome einer Rheumatoiden Arthritis durch die Aufnahmen von Kollagen Typ II verbessern kann. Einen Monat lang erhielten Patienten 0,1 mg und für zwei weitere Monate 0,5 mg Kollagen Typ II aus Huhn. Im Vergleich zur Kontrollgruppe, die kein Kollagen erhielt, zeigte sich eine signifikante Verbesserung der geschwollenen Gelenke sowie der Morgensteifheit und der Griffstärke. Vermutet wird, dass natives Kollagen Typ II über einen besonderen Mechanismus wirkt: Über den Darm aufgenommen, fördert es sozusagen eine „Toleranz“ des Immunsystems, schwächt also den Angriff des eignen Immunsystems ab. Die Ergebnisse der Studien lassen jedenfalls vermuten, dass Typ II Kollagen aus Huhn eine effektive Methode ist, um die Entzündungsprozesse in Gelenken bei Rheumatoider Arthritis einzudämmen. 

2. Kollagen für die Knochen

Sehen wir uns nun die Wirkung von Kollagen auf die Knochen genauer an. Unsere Knochen bilden das Skelett. Sie stellen eine besonders harte Form des Binde- und Stützgewebes dar. Der menschliche Körper enthält insgesamt zwischen 208 und 212 Knochen. Sie bilden die Basis für Form und Statik des Körpers. Indem das Knochengewebe auf permanente Be- und Entlastungsreize reagiert, wird es stetig dynamisch umgeformt. 

Zu 60-70 % besteht die Knochenmatrix aus anorganischen Mineralien, 10-15 % machen Wasser aus und die restlichen 20-25 % sind organische Substanz. Diese organische Substanz besteht n erster Linie aus Kollagen Typ I, daneben aus Proteoglykanen und anderen Proteinen. Das Kollagen macht unsere Knochen druckfest

Studien zu Kollagen: Osteoporose

Osteoporose ist eine Stoffwechselerkrankung der Knochen, bei der immer mehr Knochengewebe abgebaut wird und eine der wichtigsten Volkskrankheiten. Alleine in Deutschland leiden Millionen Menschen an Osteoporose. Meist sind es ältere Frauen, bei denen die Krankheit nach den Wechseljahren durch den Östrogenmangel auftritt. Die Knochen der Betroffenen werden immer brüchiger und instabiler, sodass die Knochen auch bei Bagatellverletzungen oder sogar ohne erkennbaren Anlass brechen können. Osteoporose ist nicht heilbar, es gibt aber verschiedene Therapieansätze. Ein Mittel zur Behandlung der Symptome von Osteoporose ist Kollagen.

In Tierstudien wurde herausgefunden, dass der Körper Kollagen, das über die Nahrung aufgenommen wird, in das Knochengewebe einbaut. Außerdem zeigte sich, dass Kollagen aus der Nahrung den Knochenabbau reduzieren kann. Die Heilung von Knochenbrüchen wird zudem durch die Einnahme von Kollagenhydrolysat beschleunigt. 

Klinische Studien bestätigten diese positiven Effekte auch übertragen auf den Menschen. Zu erwähnen ist aber, dass die Studien häufig in Kombination mit Calcium und/oder Vitamin D durchgeführt wurden. Daher kann die einzelne Wirkung des Kollagens bisher nicht genau definiert werden. Daneben wurde aber auch der Einfluss von Kollagen in Kindernahrung untersucht. Denn die Knochenmasse im Alter hängt maßgeblich von der Knochenmasse ab, die wir im Kindesalter aufbauen. Das Ergebnis: Bei Kindern verbessert die Kollagenzufuhr die Knochenstruktur – unabhängig von Calcium. 

3. Kollagen für Bänder und Sehnen

Auch Bänder und Sehnen bestehen zum Großteil aus Kollagenfasern. Sie stellen nämlich Strukturen des Bindegewebes dar. Auch wenn Bänder und Sehnen eine ähnliche Struktur besitzen, unterscheiden sie sich in der Größe der Kollagenfibrillen und deren Organisation. Ihr Aufbau bestimmt die mechanischen Eigenschaften. Bänder verbinden Knochen untereinander und dienen somit der Stabilisierung der Gelenke. Sehnen hingegen stellen die Verbindung von Muskeln und Knochen dar, die die Kraft des Muskels auf die Gelenke übertragen (z. B. Achillessehne). Daneben können aber auch andere Strukturen mit Bändern oder Sehnen verbunden sein (etwa im Kiefer oder in den Augen). Der Metabolismus von Bändern und Sehnen ist eher langsam, weswegen ihre Anpassung gegenüber Muskeln und Knochen zeitlich verzögert geschieht. 

Erkrankungen von Bändern und Sehnen kommen sehr häufig vor und machen sich meist durch Zerreißen oder Überbeanspruchung zusammen mit entzündlichen oder degenerativen Veränderungen bemerkbar. Bänder und Sehnen sind eigentlich imstande, solche Schäden zu reparieren. Der Heilungsprozess ähnelt der Wundheilung: Ist die entzündliche Phase beendet, wird Kollagen Typ III produziert. In der darauffolgenden Remodelingphase wird dieses Kollagen Typ III in Kollagen Typ I umgewandelt und vernetzt. Denn Kollagen Typ I ist belastbarer. Dies kann bis zu zwei Jahre in Anspruch nehmen. Eine lange Zeitspanne, in der die Gabe von Kollagen über die Nahrung womöglich unterstützend wirken kann.

Studien zu Kollagen: Bänder und Sehnen

Dazu gibt es verschiedene Versuche, die zeigten, dass die Einnahme von bioaktiven Kollagenpeptiden die Biosynthese von Kollagenen und anderen Bestandteilen der extrazellulären Matrix beeinflusst: Die Synthese von Kollagen Typ I und III sowie Elastin wurde gesteigert. Zudem wurde auch ein Einfluss auf die Größe der Fibrillen und eine Veränderung in der Zusammensetzung der Bestandteile der extrazellulären Matrix festgestellt. Die Schlussfolgerung: Bioaktive Kollagenpeptide können vermutlich die biomechanischen Eigenschaften von Sehnen und Bändern verbessern.

Die positive Wirkung von Kollagen aus Nahrung auf die Kollagensynthese in Bändern und Sehnen zeigte sich in diversen Studien, die verletzte Studienteilnehmer analysierte. So untersuchte beispielsweise eine Studie Sportler mit chronischer Sprunggelenksinstabilität und den Einfluss von bioaktiven Kollagenpeptiden. Die Hauptursache für Verletzungen am Sprunggelenk sind nämlich Zerrungen oder Risse eines oder mehrerer Bänder. Die Folge: Eine chronische Instabilität kann auftreten. Die Probanden teilten sich in zwei Gruppen: Eine Gruppe erhielt über sechs Monate täglich 5g bioaktive Kollagenpeptide, die andere einen Placebo. Nach Beendigung der Studie zeigte sich bei den Probanden, die Kollagenpeptide zu sich nahmen, eine deutliche Verbesserung im Vergleich zur Placebo-Gruppe. Zudem verbesserte sich die mechanische Stabilität leicht, während sie sich bei den Placebo-Probanden verschlechterte. Drei Monate nach Beendigung der Studie zeigte sich bei einer Befragung, dass die Häufigkeit der Verletzungen in der Kollagen-Gruppe signifikant gesunken war. 

Die Schlussfolgerung: Die Einnahme von bioaktiven Kollagenpeptiden wirkt sich offenbar günstig auf die Stabilität und Belastbarkeit von Gelenken aus.

Kollagen gegen Arthrose und andere Gelenk- und Knochenbeschwerden oder zur Unterstützung von stabilen Bändern und Sehnen einzunehmen, kann also vermutlich eine positive Auswirkung haben. Du möchtest nun auch Kollagen gezielt über die Nahrung zu dir nehmen? Am besten geeignet sind da kollagenhaltige Lebensmittel wie eine gute Knochenbrühe oder Speisen mit Gelatine. Inspiration findest du unter Leckere Rezepte mit Kollagen und Gelatine. Alternativ kannst du auch zu Kollagen Trinkampullen, Kollagen Kapseln oder Kollagen Pulver greifen.

Weiterführende Informationen findest du in unserem ausführlichen Kollagen-Leitartikel: https://bonebrox.com/kollagen/

 

Quellen:

https://www.aerztezeitung.de/medizin/krankheiten/skelett_und_weichteilkrankheiten/arthrose/article/332191/kollagen-hydrolysat-stimuliert-aufbau-knorpel.html

https://www.gelbe-liste.de/wirkstoffe/Prolin_19486

https://www.therapiezentrum-gatzweiler.de/2016/05/04/arthrose-und-osteoporoseprävention-teil2/

https://www.wissen-gesundheit.de/Praevention-Therapie/Nahrung-Ergaenzung/Aminosaeuren/Aminosaeuren-bei-Gelenkerkrankungen/Lysin-und-Prolin-fuer-strapazierte-Gelenke

https://vitalinstitut.net/lysin-informationen-und-studien-zur-wirkung/

https://flexikon.doccheck.com/de/Kollagenhttps://flexikon.doccheck.com/de/Knochen

https://www.netdoktor.de/krankheiten/osteoporose/

https://bioaktive-kollagenpeptide.de/wirkungen-baender-sehnen/

https://www.vitamindoctor.com/naehrstoffe/sonstige-substanzen/kollagenkollagenhydrolysat/

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