Der Darm steht ständig im Kreuzfeuer von Toxinen und Krankheitserregern. Gleichzeitig muss er aber arbeiten und Nähstoffe aus der Nahrung aufnehmen. Somit wird er oft in Mitleidenschaft gezogen. Die moderne Lebensweise führt häufig zu Darmproblemen wie Verstopfung, Blähungen, Durchfall oder Reizdarm. Das ist problematisch für den ganzen Körper, denn: 80% der Immunzellen sitzen im Darm. Eine gesunde Brühe kann dabei eine lindernde Wirkung haben, von der der ganze Körper profitiert. Brühe ist ein entzündungshemmendes Lebensmittel, das durch seine vielen guten Eigenschaften helfen kann, schweren Erkrankungen vorzubeugen. Eine gesunde Brühe bei Durchfall zu trinken, liefert beispielsweise dringend benötigte Flüssigkeit und Mineralstoffe.

 

In diesem Artikel erfährst du mehr über:

  1. Gesunde Brühe beim Leaky Gut Syndrom
  2. Gesunde Brühe beim Reizdarmsyndrom (RDS)
  3. Gesunde Brühe bei Zöliakie
  4. Gesunde Brühe bei Dünndarmfehlbesiedlung (DDFB)
  5. Gesunde Brühe bei Magenbeschwerden

 

1. Gesunde Brühe beim Leaky Gut Syndrom

Immer mehr Studien legen nahe: Darmprobleme sind die Hauptursache für Autoimmun- und andere Krankheiten. Viele Menschen sind etwa vom Leaky Gut Syndrom betroffen, ohne davon zu wissen. Dieses Syndrom beschreibt zu Deutsch eine durchlässige Darmwand und gilt bei vielen Ernährungsexperten als Ursache für zahlreiche chronisch-entzündlichen Krankheiten. Beim Darm handelt es sich um den Sitz unseres Immunsystems – immerhin 80% aller Immunzellen befinden sich im Darm. Falsche Ernährung, Alkohol, Antibiotika und Infektionen können die Darmwand schädigen, sie also „löchrig“ machen. Ist die Darmwand nun zu durchlässig, können Giftstoffe und Bakterien in die Blutbahn gelangen. Das Immunsystem greift diese Partikel an, um sie aus dem Körper zu entfernen. Der Körper löst also eine Immunantwort aus. Dies soll den Körper zwar schützen, trotzdem verursacht jede Immunantwort eine Entzündung. Dagegen werden oft Entzündungshemmer wie Ibuprofen eingenommen, die aber bisweilen ernste Nebenwirkungen haben können. In Verbindung mit Alkohol eingenommen, können sie die Darmwand sogar noch mehr zerstören und der Leaky Gut wird schlimmer.

Die möglichen Symptome des Leaky Gut Syndroms sind saisonale Allergien, neu auftretende Überempfindlichkeit gegen bestimmte Nahrungsmittel, Hautprobleme (Ekzeme, Akne oder Gürtelrose), aber auch Darmprobleme (Schmerzen, Blähungen oder Reizdarm) sowie Angststörungen und Depressionen. Aber nur ein Leaky Gut-Test kann feststellen, ob man unter dem Syndrom leidet. Der Zonulin Test ist dabei der aussagekräftigste Test.

Um dem Leaky Gut entgegenzuwirken, empfiehlt es sich, die Ernährung umzustellen. Getreide, Gluten, Milchprodukte, raffinierter Zucker, industriell verarbeitete sowie gentechnisch veränderte Lebensmittel sollten vom Speiseplan gestrichen werden. Eine Ernährung nach Paleo-Richtlinien ist nährstoffreich und im Falle des Leaky Gut Syndroms hilfreich: Fleisch, Fisch, Meeresfrüchte, Gemüse, Eier, Obst, Nüsse, Kräuter und – Knochenbrühe sollten vornehmlich auf den Tisch kommen. Denn Knochenbrühe ist ein leicht verdauliches Lebensmittel und sie beruhigt das Verdauungssystem.

Knochenbrühe enthält zudem viele wichtige Mineralstoffe wie Calcium und Magnesium, aber auch Kollagen und Gelatine – diese helfen, die Darmschleimhaut zu reparieren. Kollagen und Gelatine unterstützen die Regeneration der Darmschleimhaut und versiegeln sie sozusagen. Kollagen hat eine Art Leimwirkung und arbeitet wie Flickzeug im Darm. Als Bestandteil der Gelatine enthält Knochenbrühe zudem die nicht essentielle Aminosäure Glutamin. Glutamin hilft, die Darmwand zu schützen und gegen zukünftige Schäden zu stärken – und somit wird die wichtigste Ursache des Leaky Gut Syndroms beseitigt. So kann der gesamte Verdauungsapparat besser funktionieren und die Nährstoffe aus der Nahrung besser aufnehmen. Neben dem Kollagen enthält Knochenbrühe auch Hyaluronsäure, welche die Regeneration des Darms unterstützt. Außerdem ist eine Knochenbrühe von Tieren aus Weidehaltung reich an entzündungshemmenden Omega-3-Fettsäuren, die den Bedarf an Entzündungshemmern verringern kann. Zusätzlich sollte die Darmflora gestärkt werden. Bitte beachte: Eine professionelle Ernährungsberatung ist beim Leaky Gut Syndrom auf jeden Fall ratsam.

 

2. Gesunde Brühe beim Reizdarmsyndrom (RDS)

Bei einem Reizdarm ist die Darmfunktion gestört. Die Symptome des Reizdarms sind ähnlich wie bei der Dünndarmfehlbesiedlung, unterscheiden sich aber in Ursachen und Risikofaktoren. Durchfall, Verstopfung, Blähungen und starke Unterleibsschmerzen zählen zu den häufigsten Symptomen des RDS. Bei Stress verschlimmern sich die Symptome häufig. Für die Betroffenen ist es extrem schwierig ein normales Leben zu führen, da die Krankheit immer wieder ausbricht und die Beschwerden meist heftig sind.

Die Ursache für RDS ist nicht bekannt. Es gibt aber zahlreiche Hypothesen. Einerseits vermutet man, dass bei einem Reizdarmsyndrom die natürliche Darmbewegung gestört ist. Das bedeutet, dass die Bewegungen zur Beförderung der verdauten Nahrung nicht optimal ablaufen. Andererseits kann auch eine erhöhte Durchlässigkeit der Darmschleimhaut Reizdarm-Symptome auslösen. Auch eine erhöhte Immunaktivität in der Darmschleimhaut könnte die Ursache sein. Zudem sind Personen, die an schweren Magen-Darm-Infekten erkrankt waren, sechs Mal so häufig betroffen. Auch eine gestörte Darmflora oder ein gestörter Serotoninhaushalt können zu einem Reizdarm beitragen. Zudem verschlimmern sich unter psychischer Belastung die RDS-Symptome oft. Stress kann also als Auslöser und Verstärker des Syndroms wirken. Frauen erkranken zwei bis drei Mal häufiger als Männer.

Bei der Diagnose Reizdarm gibt es stets ein individuelles Behandlungskonzept mit Medikamenten, pflanzlichen Mitteln, Homöopathie, Probiotika, Stressreduktion sowie Ernährungsumstellung. Die häufigsten Maßnahmen gegen RDS sind die Gabe von Abführmitteln und Medikamenten sowie Meditation und Psychotherapie. Eine Ernährungsumstellung kann die Symptome lindern und das Wohlbefinden steigern. Betroffene müssen alles meiden, was den Darm zu stark belastet. Vor allem die FODMAP-Diät (Abkürzung für: fermentable Oligosaccharide, Disaccharide, Monosaccharide and Polyole) bietet sich für RDS-Patienten hervorragend an: Sie verzichtet auf Kohlenhydrate, die vergoren/fermentiert werden sowie Milchprodukte und gärungsfähige, zuckerhaltige Speisen. An deren Stelle treten bevorzugt selbstzubereitete, einfache und natürliche Mahlzeiten, die eine funktionierende Magen-Darm-Gesundheit unterstützen. Knochenbrühe stellt ein leicht verdauliches Lebensmittel dar, das den Körper unterstützt und dabei hilft, Beschwerden eines Reizdarmsyndroms zu lindern. Wichtig ist nur, zu einer qualitativ hochwertigen Brühe zu greifen. Mehr dazu erfährst du im Artikel Qualität: Was ist die beste Brühe?

 

3. Gesunde Brühe bei Zöliakie

Unter Zöliakie versteht man eine Autoimmunerkrankung, die den Dünndarm betrifft. Der Körper reagiert mit der Bildung von Antikörpern negativ auf das Glutenprotein Gliadin, das in allen glutenhaltigen Getreiden enthalten ist. Der Unterschied zur Weizenallergie liegt darin, dass Zöliakie mit einem anderen Mechanismus des Immunsystems abläuft. Eine Weizenallergie fügt nämlich nicht nur dem Darm Schäden zu, sondern löst eine generelle Immunantwort im Körper aus. Isst man, wenn man an Zöliakie leidet, hingegen Gluten, schädigt man den Darm. Denn das Immunsystem greift das Dünndarmgewebe an. Die Zotten werden beschädigt und die Nährstoffaufnahme wird gestört oder im schlechtesten Fall sogar ganz lahmgelegt. Betroffene tragen zudem ein erhöhtes Risiko, auch von weiteren Autoimmunerkrankungen betroffen zu sein, da das Immunsystem durch die Zöliakie geschwächt ist. Außerdem begünstigen der nicht funktionierende Darm und der daraus folgende Nährstoffmangel Schäden in anderen Organen.

Somit ist es für Betroffene schwierig bis unmöglich Mineral- und Nährstoffe sowie fettlösliche Vitamine zu resorbieren. Vor allem im Verdauungstrakt zeigen sich die Symptome der Krankheit: schwere Bauchkrämpfe, Blähungen, chronischer Durchfall und Mundgeschwüre zählen zu den möglichen Symptomen. Auch Gewichtsabnahme, Erschöpfung, Anämie, aber auch Osteoporose sowie Osteopenie (verminderte Knochendichte) können die Folge einer Zöliakie sein. Die Krankheit kann auch zu Laktoseintoleranz führen. Wenn die Dünndarmzellen zerstört sind, können sie nämlich keine Laktase produzieren.

Bleibt Zöliakie unerkannt, leiden die Betroffenen meist über Jahre. Leider gibt es keine Heilung oder medizinische Behandlung für die Erkrankung. Aber eine sinnvolle Ernährungsumstellung kann helfen und ist das einzige, was Betroffene tun können.

Für Zöliakie gibt es eine erbliche Veranlagung. Betroffene müssen sich ein Leben lang absolut glutenfrei ernähren. Die Krankheit Zöliakie kann auch akute Reaktionen auf Nahrungsmittel hervorrufen, die nur kleinste Spuren von Gluten aufweisen (etwa Wurstwaren, fertige Soßen und andere Fertiggerichte). Eine gesunde Brühe trägt dazu bei, die geschädigte Darmwand zu reparieren. Verantwortlich dafür ist genau wie beim Leaky Gut Syndrom das Glutamin aus der Gelatine – eine wichtige Aminosäure, um die Darmzotten zu reparieren und zu stärken. So wird eine bessere Aufnahme der Nährstoffe ermöglicht. Knochenbrühe kann helfen, die Entzündung, welche die Erkrankung im Dünndarm hervorruft, zu lindern. Die Einnahme von Brühe, z.B. bei Durchfall, stellt eine schonende Art dar, wichtige Nährstoffe aufzunehmen.

 

4. Gesunde Brühe bei Dünndarmfehlbesiedlung (DDFB)

Die Diagnose für die Dünndarmfehlbesiedlung ist schwierig. Denn die Symptome treten auch bei vielen anderen Verdauungsstörungen auf: Blähungen, Unterleibsschmerzen, Verstopfung oder Durchfall können auf DDFB hinweisen. Sie liegt vor, wenn das normale bakterielle Gleichgewicht im Dünndarm gestört ist.

Den Magen-Darm-Trakt muss man sich als System aus Muskeln vorstellen, die in Zusammenarbeit den Speisebrei bis zum Dickdarm befördern. In einem gesunden Dünndarm gibt es Bakterien – deren Anzahl sollte aber deutlich geringer sein als im Dickdarm. Außerdem leben im Dickdarm üblicherweise andere Bakterienstämme als im Dünndarm. Liegt nun eine DDFB vor, sind die Muskeln, die für den Speise-Transport durch den Verdauungskanal verantwortlich sind, geschwächt oder sogar gelähmt. Man geht davon aus, dass die Ileozäkalklappe zwischen Dünn- und Dickdarm, die nur in einer Richtung geöffnet werden sollte, nicht „dicht“ ist. Die Folge ist, dass Bakterien des Dickdarms in den Dünndarm einwandern und sich dort aufgrund des Speisebreis vermehren können. Für den bakterienarmen Dünndarm ist das problematisch.

Wie bereits erwähnt, sind die Symptome für eine DDFB oft uneindeutig zuzuordnen. Wenn die Erkrankung zu lange unerkannt bleibt, kann der Körper Vitamine und Mineralstoffe nicht mehr ausreichend aufnehmen. Auch wenn die Diagnose nicht ganz einfach ist, hilft der Wasserstoff-Atemtest weiter, der in der Atemluft eines Patienten die Menge an Kohlendioxid, Wasserstoff und Methan misst. Ist dieses Verhältnis gestört, weist der Test auf eine DDFB hin. Bitte frage deinen Arzt danach, wenn du glaubst, an einer Dünndarmfehlbesiedlung zu leiden.

Ist die Diagnose gestellt, gibt es verschiedene Möglichkeiten der Behandlung. Eine davon sind Antibiotika, deren Wirkung aber leider nicht von Dauer ist. Die Wahrscheinlichkeit eines Rückfalls verkleinert sich rapide durch eine konsequente Ernährungsumstellung. Denn dadurch stellt sich im Magen-Darm-Trakt ein gesundes neues Milieu her. Schwer verdauliche Lebensmittel sollten DDFB-Patienten von ihrem Ernährungsplan streichen, genauso wie gährungsfähige Lebensmittel und Lebensmittel mit zu hohem Fruchtzuckergehalt. Allen voran kann eine gesunde Knochenbrühe für DDFB-Betroffene extrem wohltuend sein. Wie gesehen, wirkt sie – insofern sie aus Knochen von artgerecht gefütterten Weidetieren gekocht ist – dank Omega-3-Fettsäuren entzündungshemmend und hilft mit ihrem hohen Kollagengehalt dabei, die Darmschleimhaut zu regenerieren. Bei Durchfall Brühe zu trinken, wirkt sich beispielsweise positiv auf deine Verdauung aus.

Die Gelatine in einer reichhaltigen Knochenbrühe unterstützt zudem das Wachstum von guten Darmbakterien und fördert ein gesundes Mikrobiom (Darmflora).

 

5. Gesunde Brühe bei Magenbeschwerden

Zudem eignet sich Brühe als leicht verdauliche Schonkost bei Magenschmerzen, Magenkrämpfen, Sodbrennen, Magengeschwüren oder einer Magenschleimhautentzündung. Vor allem Glycin, ein Hauptbestandteil des Kollagens, hat eine schützende Wirkung auf Magen und Darm und ist in einer guten Knochenbrühe enthalten, die viel Gelatine gebildet hat. Glycin macht nämlich ein Drittel des Kollagens aus.

Glycin stellt eine glucogene Aminosäure dar. „Glucogen“ bedeutet soviel wie „Zucker erzeugend“. Glycin fördert die Fettverdauung, da es die Gallenproduktion in der Leber anregt. Aufgrund dieser Eigenschaften ist Glycin häufig in rezeptfreien Säurehemmern enthalten. Ärzte empfehlen Glycin bei Magen-Darm-Störungen und Reflux. Das Wort Reflux beschreibt den Rückfluss von Magensäure in die Speiseröhre, also Sodbrennen. Die typischen Anzeichen sind häufig saures Aufstoßen und brennende Schmerzen hinter dem Brustbein. So kann die in einer Knochenbrühe enthaltene Gelatine helfen, das lästige Leiden zu lindern und sogar ganz zu verhindern.

Fast Food und Fertiggerichte mögen unseren Alltag vielleicht bequemer machen. Wir zahlen jedoch einen Preis dafür: Nährstoffmangel, Übergewicht und zahlreiche Krankheiten werden durch solch eine Ernährungsweise begünstigt. Besinnen wir uns auf die Wurzeln der menschlichen Ernährung zurück, können wir unsere Lebensweise positiv verändern und unsere Gesundheit fördern. Eine gesunde Brühe, die du regelmäßig auf deinen Speiseplan setzt, ist ein solches Lebensmittel. Brühe bei Durchfall etwa, kann dir ganz schnell wieder auf die Beine helfen. Mehr zum Thema Nährstoffgehalt erfährst zu im Artikel Inhaltsstoffe: Was steckt in der Brühe?

 

 

Du willst mehr wissen und einen generellen Überblick über das Thema Brühe erlangen? Hier geht’s zum Artikel : BRÜHE – ALLES WAS DU WISSEN MUSST

 

 

 

Quellen:

Superfood Knochenbrühe – Ariane Resnick

Brodo – Marco Canora

https://bonebrox.com/knochenbruehe-fuer-gesundheit-und-wohlbefinden/

https://jarmino.de/blog/knochenbruehe-leaky-gut-syndrom/

https://www.netdoktor.de/krankheiten/reizdarm/

 

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