Warum Routinen alles andere als öde sind und uns Kraft geben

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Marc Zuckerberg macht kein Geheimnis draus: Seine Uniform, bestehend aus Jeans, T-Shirt und Sneakers, dient einzig und allein der Zeitersparnis. Es steht kein großer Gedanke dahinter. Marc will einfach nur schnell was überwerfen, um sich den wirklich wichtigen Dingen zu widmen. Das Ankleiden hat er sich zu einer schnellen und unkomplizierten Routine gemacht, die anderen Prioritäten den Weg frei macht.

Routinen, Rituale und Angewohnheiten erleichtern uns das Leben. Das heißt nicht, dass du deine schicken Chinos und die knallige Statement-Jacke in die Tonne werfen musst, um deinen Alltag zu vereinfachen. Das Anziehritual kann durchaus auch ganz anders ausfallen: Letztens war ein sensationell gekleideter Dandy in der Bahn unterwegs, der einige Sonnenbrillen nacheinander aus seiner Ledertasche fischte, um sie alle anzuprobieren. Bei der fünften Brille sah er endlich zufrieden aus und packte den Taschenspiegel wieder ein. Auch das ist eine Routine, die ihn glücklich macht.

Es geht also ausschließlich um deine individuellen Vorlieben und darum, wie dein persönliches Leben dank Ritualen maximal komfortabel für dich wird. In diesem Artikel erfährst du, welche Rituale zu dir passen und warum Routinen alles andere als langweilig sind.

Warum sind Rituale für uns wichtig?

Seit Urzeiten begleiten uns unterschiedlichste Rituale – von der Geburt an bis hin zum Tode. Viele von ihnen sind mit bestimmten Religionen verbunden, andere sind ganz und gar weltlich. Die Art der Rituale hängt von der Kultur ab, in der wir leben, aber auch von unserem individuellen Verhalten.

Rituale sind Handlungen, die nach bestimmten Regeln ablaufen. Diese vorgefertigten Handlungsabläufe schaffen eine klare Struktur im Chaos des Lebens und bringen eine gewisse Ordnung in unseren Alltag.

1. Rituale geben Sicherheit, Vertrauen und Trost

Kleinigkeiten, wie ein fester Tagesrhythmus oder die besagte Kleidungsroutine, sind für uns Menschen genauso wichtig wie große gesellschaftliche Rituale – bestimmte Feiertage, der gemeinsame Sommerurlaub mit der Familie usw. Sie alle geben uns Geborgenheit und das Gefühl, dass wir uns auf etwas verlassen können. Sie halten uns über Wasser, wenn es mal stürmisch zugeht. Und: Sie helfen uns dabei, schlimme Ereignisse zu überstehen, zum Beispiel den Tod einer nahestehenden, geliebten Person.

2. Rituale sind gut für die Gesundheit

Regelmäßige Bewegung an der frischen Luft, gesundheitsbewusste Ernährung und Slow Cooking, regelmäßiges Wassertrinken, eine schöne Teezeremonie – all das sind Rituale, mit denen wir unsere Gesundheit fördern können. Wechselduschen und Ölziehen, Morgenseiten und Dankbarkeitstagebuch, Atemübungen und Meditation und sind nur wenige der gesunden Gewohnheiten, die Körper und Seele gut tun.

3. Routinen machen geistigen Raum frei

Indem wir bestimmte Aufgaben automatisieren, erledigen wir sie mit weniger Aufwand und werden so schneller fertig. Damit schaffen wir Freiraum für andere, interessantere und kreativere Aufgaben. Außerdem können wir dank bestimmten Routine-Tätigkeiten viel produktiver arbeiten.

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Rituale vs. Routinen: Routinen in Rituale verwandeln

Gibt es eigentlich einen Unterschied zwischen Ritual und Routine? Ja, einen sehr feinen, aber wichtigen. Routinen sind Handlungsabläufe, die quasi auf Autopilot ablaufen. Das ist gut und erleichtert uns den Alltag, aber es geht noch besser – mit Ritualen! Rituale sind zwar auch Routinen, aber sie haben eine größere Gewichtung. Sie werden mit Zeremonien und Bewusstsein verbunden. Und was noch wichtiger ist: Bei einem Ritual konzentrierst du dich mehr auf die Art und Weise, wie du eine bestimmte Handlung ausführst, und weniger auf das Endergebnis dieser Handlung. Der Weg ist das Ziel.

Indem du also eine bestimmte Routine in ein bedeutungsvolles Ritual verwandelst, genießt du bewusst den gegenwärtigen Moment. Du lebst im Hier und Jetzt, gewinnst mehr Klarheit über deine Gefühle, die um das Ritual entstehen, und wirst somit zufriedener und ausgeglichener.

Zeit für neue Rituale: Unerwünschte Gewohnheiten erkennen und umformen

Wir Menschen sind nicht statisch, wir entwickeln uns immer weiter. Manchmal tun es Gewohnheiten, die uns einst gedient haben, nicht mehr – im schlimmsten Fall schaden sie uns sogar. Du kannst feststellen, ob eine bestimmte Routine dir noch nützt, indem du folgende Fragen ehrlich beantwortest:

  • Tut mir diese Routine wirklich gut? Warum zweifle ich daran? Wie fühle ich mich damit?
  • Was war der ursprüngliche der Zweck dieser Routine? Ist der Zweck noch aktuell?
  • Sollte ich diese Routine eventuell an meine neue Lebenssituation anpassen?

Wenn du merkst, dass einige deiner Routinen dir nicht mehr gut tun oder ein bestimmtes Ritual nicht mehr sinnvoll ist, dass ist es Zeit für neue Gewohnheiten. Du kannst aktiv neue Routinen und kraftvolle Rituale entwickeln.

  1. Überlege, was dir wirklich gut tut. Was macht dich ruhiger, produktiver, zufriedener? Wenn dir etwas hilft, dich besser zu fühlen, dann kannst du daraus ein Ritual machen.
  2. Mache einen Plan deines Rituals. Das Ritual sollte aus 3-5 Schritten bestehen, einfach und leicht zu merken sein.
  3. Wiederhol das Ritual so lange, bis es zu einem festen Bestandteil deines Lebens wird.

Wie du siehst, ist das Festigen von kleinen Routinen und das Befolgen von Ritualen alles andere als öde. Im Gegenteil: Eigentlich besteht aus diesen Kleinigkeiten unser ganzes Leben. Und das merken wir spätestens dann, wenn wir zum Morgenmuffel werden, nur weil die Milch für den geliebten Cappuccino zum Frühstück fehlt.

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