Pfeffer: So gesund ist der beliebte Scharfmacher fürs Hirn

Pfeffer gesundWürzig, duftig und pikant – das ist schwarzer Pfeffer! Das beliebteste Gewürz der Deutschen ist ein Küchenklassiker. Es wird sich kaum ein Haushalt finden, in dem kein Pfeffer im Küchenregal steht. Dabei heizt Pfeffer nicht nur im Essen ganz schön ein, sondern kurbelt auch den Stoffwechsel an. (1) Das ist aber nur eine Heilwirkung des Piper nigrum. Der gesunde Pfeffer hat noch einiges drauf: Er ist ein zentrales Gewürz für das Gehirn-Doping und kann sich locker in die Riege der Brainfood-Klassiker einreihen.

Steckbrief

Name: Piper nigrum (Schwarzer Pfeffer oder echter Pfeffer)

Heimat: Ursprüngliche Heimat ist Indien, speziell die Malabarküste. Heute sind die größten Anbauländer Vietnam, Indonesien, Indien, Brasilien und Malaysia.

Geschmack: Warm­würzig, intensiv, fruchtig-scharf
Spitzname: „Hirnbooster“
Zu finden in: Bio-Gewürzzubereitung „Die Muse“, Bio-Gewürzmischung „Der Verteidiger“, Bio-Gewürzmischung „Die Strahlende“, Bio-Gewürzzubereitung „Der Gaumenschmeichler“

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  1. Zahlungsmittel und Wachmacher: Drei ungewöhnliche Fakten über Pfeffer
  2. Der gesunde Pfeffer: schützt die Nervenzellen, stärkt das Gedächtnis
  3. Getränke mit Pfeffer: Würz mal deinen Tee!

Zahlungsmittel und Wachmacher: Drei ungewöhnliche Fakten über Pfeffer

  1. Pfeffer war mal Luxusgut. Seit der Antike war dieses Gewürz ein wichtiges Zahlungsmittel und bleib es für beinahe 2.000 Jahre. Er wurde als Tributzahlung eingefordert, als Mitgift oder als Steuerabgabe gezahlt. So überrascht es nicht, dass Pfeffer oft und gern gefälscht wurde, indem preiswerte Wacholderbeeren zu den Pfefferkörnern beigemischt wurden.
  2. Wachmacher und Aufputschmittel: Es gab Zeiten, so um das Mittelalter herum, da wurde Pfeffer als Stimulans genutzt. Bevor Kaffee, Tee und Tabak Einzug hielten, war Pfeffer der täglich Stoff im mittelalterlichen Europa.
  3. Schwarz, weiß, grün und rot – Pfefferkörner ergeben eine bunte Vielfalt. Und doch stammen sie alle von einer Pflanze, Piper nigrum. Reifegrad und Verarbeitung der Pflanze sind ausschlaggebend für die Farbe der kleinen Körner:
    • Schwarz = reife Körner
    • Weiß = reife, vom Fruchtfleisch befreite Körner
    • Grün = unreif geerntete Körner
    • Rot = besonders reif geerntete Körner

Pfeffer – so gesund: Schützt die Nervenzellen, stärkt das Gedächtnis

Good to know: Pfeffer ist nicht gleich Pfeffer. Echter Pfeffer beinhaltet den Stoff Piperin – das ist die Leitsubstanz, welche für all die gesunden Eigenschaften des Gewürzes zuständig ist. (1) „Falscher Pfeffer“, zum Beispiel rosa Pfefferbeeren oder Paradieskörner, enthalten kein Piperin.

Die ursprüngliche Heimat von Pfeffer liegt im Südwesten Indiens. Dort wurde und wird Pfeffer auch heute in der Heilkunde verwendet, meist um die Verdauung anzuregen. (2) In der Sammlung antiker medizinischer Texte, dem Corpus Hippocraticum, wird Pfeffer, mit Honig und Essig zubereitet, als Mittel gegen Frauenleiden empfohlen. (3) (4) Und die Sinti und Roma nutzten Pfeffer als Liebesmedizin: „Zerreibe Leinsamen, koche sie mit Honig, füge einige zerkleinerte Feigen und reichlich Pfeffer hinzu. Der Genuss dieser Zubereitung reizt den Esser zum Genuss der Liebe.“ (5) Pfeffer ist eben ein Scharfmacher – im wahrsten Sinne des Wortes.

Das alte Wissen über die heilsame Wirkung von schwarzem Pfeffer wurde um einiges erweitert. Heute wird Pfeffer besonders gern als Bio-Enhancer und als Brainfood genutzt. (1)

Pfeffer als gesunder Bio-Enhancer

Wie du schon weißt, enthält Pfeffer hohe Konzentrationen an wertvollem Piperin. Piperin ist eine Substanz, die in erster Linie ein starker Bio-Enhancer ist. (10) Ein Enhancer steigert die Wirksamkeit von anderen Wirkstoffen, Vitaminen und Nährstoffen, wenn sie mit Pfeffer kombiniert aufgenommen werden (1). Piperin verstärkt die Aufnahme von essentiellen Nervennährstoffen im Darm: Vitamin B6, Vitamin B12, Folsäure, Vitamin C, bestimmte Aminosäuren sowie Zink, Kupfer, Eisen und Magnesium. (6) Wenn du diese Nährstoffe in ausreichender Menge zu dir nimmst, können Gehirnbotenstoffe für mehr Aufmerksamkeit, ein besseres Gedächtnis und Entspannung gebildet werden. Ansonsten herrscht Funkstille im Hirn. (1)

Pfeffer für ein starkes Gedächtnis

Studien haben gezeigt, dass der Wirkstoff Piperin für ein besseres Lernen, größere Aufmerksamkeit und zur Verringerung von Alzheimer-Symptomen sorgen kann. (7) (8) Falls du also das nächste Mal beim Italiener um die Ecke bist und dir eine Portion Pfeffer aus einer überdimensional großen Pfeffermühle angeboten wird – greif unbedingt zu!

Pfeffer als Antidepressivum und für den Nervenschutz

Die Aufnahme von Piperin mit der Nahrung kann auch antidepressiv wirken, vermutlich durch die Erhöhung des Serotoninlevels im cerebralen Cortex und im limbischen System. (9) Außerdem wirkt Pfeffer dank Piperin antientzündlich, antioxidativ, schmerzlindernd und damit schützend auf die Nervenzellen. (11) Bei Stress und Alterungsprozessen entstehen aggressive Moleküle, die die Nervenzellen schädigen können. Piperin verhindert das Abstreben von Zellen, weil er die aggressiven Moleküle abfängt. (6)

Getränke mit Pfeffer: Würz mal deinen Tee!

Tipps für die Extraportion Pfeffer gibt es viele, aber wie wäre es damit, wenn du deine Getränke mit Pfeffer pimpst? Probier mal den scharf-würzigen indischen Gewürztee Chai. Dieser beinhaltet viele gesunde Gewürze und heizt so richtig ein! Hier kommt ein unkompliziertes Rezept für Chai-Latte, der dich garantiert ins Schwitzen bringt.

Zutaten:

  • Kardamom
  • Ingwer
  • Fenchel
  • Anis
  • Zimt
  • Pfeffer
  • Milch
  • Honig
  • Schwarztee

Zubereitung

Lasse die Gewürze ca. 15 bis 30 Minuten auskochen. Dann seihe die Gewürze ab und füge heiße Milch hinzu. Süße deinen Tee mit Honig. Bei Bedarf kannst du außerdem noch Schwarztee hinzufügen.

Pfeffer gesund

(1) S. Paul, Gehirndoping mit Gewürzen. Expert Fachmedien, 2. Auflage, 2020

(2) Derosa G, Maffioli P, Sahebkar A. Piperine and Its Role in Chronic Diseases. Adv Exp Med Biol. 2016;928:173‐184. doi:10.1007/978-3-319-41334-1_8

https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/27671817/

(3) https://de.wikipedia.org/wiki/Corpus_Hippocraticum

(4) B. M. Gensthaler, Gewürze aus aller Welt. Pfeffer als Scharfmacher Nummer 1. Pharmazeutische Zeitung, Ausgabe 11/2011
https://ptaforum.pharmazeutische-zeitung.de/ausgabe-112011/pfeffer-als-scharfmacher-nummer-1/

(5) G. Schulz, Gut gewürztes Allerlei: Sammelsurium der Merkwürzigkeiten. Books on Demand, 2. Auflage, 2018

(6) Dudhatra GB, Mody SK, Awale MM, et al. A comprehensive review on pharmacotherapeutics of herbal bioenhancers. ScientificWorldJournal. 2012;2012:637953. doi:10.1100/2012/637953
https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/23028251/

(7) Patel, S., Raghuwanshi, R., Masood, M., Acharya, A., & Jain, S. (2018). Medicinal plants with acetylcholinesterase inhibitory activity, Reviews in the Neurosciences, 29(5), 491-529. doi: https://doi.org/10.1515/revneuro-2017-0054

(8) Ferreira-Vieira TH, Guimaraes IM, Silva FR, Ribeiro FM. Alzheimer’s disease: Targeting the Cholinergic System. Curr Neuropharmacol. 2016;14(1):101-115. doi:10.2174/1570159×13666150716165726
https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC4787279/

(9) Wattanathorn J, Chonpathompikunlert P, Muchimapura S, Priprem A, Tankamnerdthai O. Piperine, the potential functional food for mood and cognitive disorders. Food Chem Toxicol. 2008;46(9):3106-3110. doi:10.1016/j.fct.2008.06.014
https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/18639606/

(10) Meghwal M, Goswami TK. Piper nigrum and piperine: an update. Phytother Res. 2013;27(8):1121-1130. doi:10.1002/ptr.4972

https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/23625885/

(11) Derosa G, Maffioli P, Sahebkar A. Piperine and Its Role in Chronic Diseases. Adv Exp Med Biol. 2016;928:173-184. doi:10.1007/978-3-319-41334-1_8
https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/27671817/

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